Das Gewächshaus

Als Reaktion auf die Lebensmittelknappheit während der Corona Pandemie bauten wir 2021 mit Hilfe der Corona-Sonderspenden ein Hydroponik-Gewächshaus. Ziel des Projekts ist es, den Familien vor Ort einerseits eine Möglichkeit zu geben, eigenständig Einkommen zu erwirtschaften und damit langfristig die Abhängigkeit von Spendengeldern aus Deutschland zu reduzieren und andererseits für die Themen gesunde Ernährung und ökologische Nachhaltigkeit zu sensibilisieren.

Im Gewächshaus werden Pflanzen (primär Salate und Kräuter) nach dem Prinzip der Hydroponik angebaut. Dabei wachsen sie nicht in Erde, sondern in Wasser, das mit wichtigen Nährstoffen angereichert ist. Die Wurzeln werden direkt versorgt, wodurch die Pflanzen schneller wachsen und der Wasserverbrauch deutlich effizienter ist als beim klassischen Anbau. Das Gewächshaus schützt zusätzlich vor Wetter und Schädlingen und erlaubt eine gezielte Steuerung von Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Durch diese Methode sind zwei bis drei Ernten pro Jahr möglich.

Um den langfristigen Erfolg des Projekts zu sichern, erhielt die Kommission vor Ort außerdem eine Fortbildung durch einen Agraringenieur. Dadurch können die Verantwortlichen den Betrieb der Anlage inzwischen selbstständig organisieren und weiterführen.

Das Gewächshaus ist damit nicht nur ein Ort der Lebensmittelproduktion, sondern auch ein Lernort für nachhaltige Landwirtschaft, Eigenverantwortung und wirtschaftliche Unabhängigkeit.